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Kalender und Zeitnöte

Kalender zu führen ist ja so einfach. Immerhin hat jedes Smartphone die passende App gleich als Standard installiert. Dem heutigen Menschen ist offenbar in die technische DNS geprägt, als Basisdisziplin des Lebens alle Termine verfügbar und – wohl noch wichtiger – jederzeit eintragen und verschieben zu können.Mir ist das zu beiläufig. Wie geschnappter Atem werden da Wochen zerhackt und Wochenenden verplant, einfach weil es so einfach eingetragen ist. Es ging nicht um Lust und Vergnügen an der Sache, sondern lediglich um den nächsten freien Termin; und mein Privatleben bestand fortan nicht mehr aus Verabredungen und Vorhaben, sondern nur noch aus Time Slots und Einträgen – und ich sah mich oft mit Dingen konfrontiert, die ich letztlich gar nicht wollte. Weil ich keine Zeit hatte, sie zu bedenken, bevor ich angesichts der Einfachheit des Eintragens meine Lebenszeit verschleuderte. Denn was in all den Kalenderapps immer fehlte, war das, was keine App mir geben kann: Die Zeit für mich – es sei denn,

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Vom verfluchten Sommer

Nun, da endlich Sommer ist und mit Ende Mai tatsächlich noch zu früh, endet das Lamento, das seit April den Alltag prägte, dass nämlich immer noch kein Sommer sei. Die letzten Jahre brachten mit all der Hitze, Dürre, Sturm und Platzregen nur eine Apokalypse, nämlich dass die Welt stets untergeht, wenn gerade heute einmal kein Sommer ist. Das Hoffen, der Klimawandel könne bitte ausbleiben oder wenigstens kleiner ausfallen als befürchtet, hat angesichts des Hoffens aller auf noch mehr Hitze, möglichst schon von März, April an und bitte unterbrechungsfrei, keine Chance.

Da ist es nun Ende Mai und plötzlich 25 Grad warm, und alles jammert über all die vergangenen Tage, an denen es nicht auch schon so warm oder wärmer gewesen ist. Erstaunlich, das Ganze. Einhergehen wird der nun so plötzlich, heftig – und eigentlich immer noch zu früh – hereingebrochene Sommer statt dem Glück über seinen ersehnten Anfang mit zwei ganz anderes Dingen: Dem Jammern darüber, dass dass es nicht 40 Grad ist, und das Jammern bei jedem Tröpfchen, jedem Wölkchen, jedem Lüftchen, das ab abends bald die Hitze aus den Ecken wirbelt. Denn dann werden bei

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Fehler als Glücksfall: Mein Roman „Dickhäuter“ reloaded

Da druckt sie aus: Die neue 2019er-Version meines Romans „Dickhäuter“, den ich ja eigentlich vor Kurzem erst mit neuem Cover erneut als eBook veröffentlicht habe – was ist passiert? Manchmal sind Fehler Glücksfälle. Jemand wird mich auf einen Fehler gleich auf Seite 1 hin, der auch in den Vorschauen zu sehen war, und der bislang niemandem aufgefallen war. Ich zog die Veröffentlichung zurück und entfernte den Roman aus allen Shops. Und nahm dies zum Anlass, noch einmal ans Manuskript zu gehen. Es geriet zum Glücksfall.

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Geschichten im Turbo-Boost: Schreibprozess und Berlinale

Warum es mich seit 2006 fast jedes Jahr zur Berlinale zieht, obwohl ich sie stets zu anstrengend finde? Weil sie für mich eine Inspirationsquelle sondergleichen für mein eigenes Schreiben ist. WWW.oliverkoch.net

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Neue SF-Story „Der Gärtner von Eden“

Manchmal braucht es Gelegenheiten, die einen dazu bringen, eine Geschichte zu schreiben, die man ohne die Gelegenheit vielleicht nie geschrieben hätte – wie es mir jetzt mit meiner neuen SF-Story Der Gärtner von Eden ging.  Alles begann damit, dass mich die Lektorin und Autorin Simona Turini zu einer Lesung einlud, die die letzte in ihrer…

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Meine Story „Die Schwelle“ als kostenloses eBook

Alles beginnt mit einem Treppensturz – oder geht zu Ende, wie man es sieht. Hier, an der Schwelle des Todes, tun sich neue Eindrücke auf. Die Welt, wie sie war, wird unwichtig, das was da kommen mag, ist ungewiss. Was nun geschieht, geschieht vielleicht oder geschieht vielleicht nicht – wer weiß das schon? Und wie…

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Meine Erzählung „Die Ruhe vor dem Knall“ als kostenloses eBook

Das Sterben eines Unternehmens als Mitarbeiter zu erleben, ist eine Erfahrung, die man so schnell nicht vergisst. Im Sommer 2003 entließ die Firma, in der ich damals angestellt war, über mehrere Wochen mehr als die Hälfte der 170-köpfigen Belegschaft und ging kurz danach ganz unter. Entlassene Mitarbeiter wurden freigestellt und hatte nach ihrer Kündigung lediglich…

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Mrs Dalloway

Eine schöne Vorstellung: Mrs. Dalloway aus Virginia Woolfs gleichnamigem Roman kauft an einem Sommersamstag des Jahres 1925 ihre Blumen selbst. Es ist die Geschichte eines Weges durch London, friedvoll. Was wir als Leser nebenbei erfahren, ist ein Schlaglicht auf einen typischen Samstagmorgen in London der höheren Gesellschaft dieser Zeit. Ein wenig kann es neidisch machen.…

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Erinnerung an einen toten Freund

Ich hatte einen besten Freund, als ich 12, 13 war. Er starb, als ich 13 war. Der Tod war damals als Konzept nicht möglich in meinem Leben, es hatte darin nichts zu suchen. Dadurch, dass es in mein Leben trat, belehrte es mich eines Besseren. All das ist lang her. Zu vermitteln, dass der Tod…

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Kürzlich verlor ich einen Eindruck

Oliver Koch - Kürzlich verlor ich einen Eindruck - www.oliverkoch.net

Kürzlich verlor ich einen Eindruck. Ein Bild. Etwas, das festzuhalten gut gewesen wäre. Doch es ist verloren. Etwas aber blieb: Ein Text, der sich aufdrängte, der entstand und der nun steht. Das ist schon was. Das Bild, der Eindruck, das, was ich verlor, mag nun verewigt sein, in Text geronnen. Doch ist all das nur…

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Meine SF-Story „Ans Tageslicht“ für Kurd Laßwitz Preis nominiert

Photo by Bryan Goff on Unsplash

Was war ich baff, als ich erfuhr, dass meine Science-Fiction-Erzählung Ans Tageslicht als Beste deutschsprachige SF-Erzählung des Jahres 2017 für den Kurd Laßwitz Preis nominiert wurde – und was fühlte ich mich geehrt! Es ist ja nicht so, dass mit die Auszeichnung unbekannt ist oder mir Kurd Laßwitz nichts sagt. Erschienen ist die Geschichte im…

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Meine Erzählung „Das Ähm in M’s Garten in der Nähe von Emsdetten“ von Oliver Koch als kostenloses eBook

Da staunt die Hausgemeinschaft nicht schlecht, als ein unbekanntes Ding in ihren Garten einschlägt. Ratlos stehen die Nachbarn beisammen und versuchen zu klären, was da eigentlich vom Himmel gefallen ist. Ein Satellit? Ein Ufo? Oder etwas ganz anderes? Einigkeit besteht darin, dass jedem die Worte fehlen, sodass „Ähem“ alles ist, was ihnen einfällt. Dich vielleicht…

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Meine Erzählung „Inventar“ von Oliver Koch als kostenloses eBook

Ich gebe zu, „Inventar“, die einer meiner Lieblingsgeschichten ist, lästert ein wenig. Wer kennt sie nicht, diese Personen, von denen man das Gefühl hat, sie nähmen nicht am Leben teil? Vornehmlich begegnet man solchen Menschen in der Firma. Deshalb ist auch „Inventar“ in einer nicht näher genannten Firma angesiedelt. Da sitzt Cordula, jahraus, jahrein, arbeitet…

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Die Lüge aller Sorrys

Das tut mir aber leid/Wir entschuldigen uns/Kommt nicht wieder vor – Was aussieht wie ein sich verbreitender Hang zur Höflichkeit und Demut ist vielmehr Indikator für die Unsitte, sich zunächst zu viel erlaubt zu haben. Die Entschuldigung für Vergehen ist dabei kein Zeichen von Demut, sondern eine Reaktion auf den öffentlichen Druck, den man sich…

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Meine SF-Erzählung „Schiffe die sich nähern“ als kostenloses eBook

Mit „Schiffe, die sich nähern“ kommt nun eine meiner Science-Fiction-Storys als eBook. In Zukunft kommen noch andere SF-Erzählungen dazu. Worum es geht? Auf eines Insel lebt der Rest der Menschheit nach einer Alien-Invasion. Hochgerüstet wird man jeden Übernahmeversuch abwehren. Wir begleiten den Soldaten Kent, der am Strand Wache hält, und das Mädchen Kelly, das im…

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Meine Erzählung „Nach Nirgendwo“ als kostenloses eBook

Ganz sicher hätte unser Protagonist von „Nach Irgendwo“ nicht damit gerechnet, dass ihm so etwas passieren würde; denn eigentlich hat er nur früher Feierabend und sich früher als sonst auf den Heimweg gemacht. Klar, der Popel in seiner Nase stört ihn, und man weiß ja, wie sehr man gerade dann beobachtet wird, wenn man es…

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Über Langeweile

Foto: Xavier Sotomayor, https://stocksnap.io/author/41757

Wo sie herrscht, duldet sie keine anderen Götter neben sich. Die Langweile ist ein gefräßiges Monster. Und sie hat einen schlechten Ruf. Dabei trägt sie ihn oft zu Unrecht. Langweile, das ist die Abwesenheit von allem: Aktivität, Vorankommen, Fortschritt. Da mäandert auch nichts. Ihr zu entkommen, ist ein Lebensprinzip geworden, ein Lustprinzip mehr oder weniger.…

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Video: Lesung meiner Erzählung „Bekenntnisse eines Diätwilligen“

Eine Geschichte, ein Fitnessstudio, eine Kamera: Mehr brauchte es nicht für meine Videolesung, in der ich meine groteske Erzählung „Bekenntnisse eines Diätwilligen“ las – im laufenden Betrieb meines Fitnessstudios. Und um was geht es in „Bekenntnisse eines Diätwilligen“? Die überdrehte Groteske nimmt den Abnehmwahn auf die Schippe. Das allerdings drastisch: Unsere Hauptfigur beginnt nach diversen…

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Meine Erzählungen als eBooks online

Ich werde nun damit beginnen, auf meinem Blog nach und nach Erzählungen von mir kostenlos als eBook zu veröffentlichen. Jedes steht für den Einsatz von eReadern in den Formaten .MOBI, EPUB sowie AZW3, damit sie auf allen gängigen Readern wie Kindle, tolino und anderen lesbar sind. Auch die Cover stammen von mir. Ich habe mich…

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Gleich nebenan wartet die bessere Welt

Gleich nebenan ist sie: Die bessere Welt. In der Milch und Honig fließen, in der alles besser ist, in der das glückliche Leben auf uns wartet – Physiker halten Paralleldimensionen für möglich, auch wenn hier der wissenschaftliche Beweis fehlt. Wenn er denn je kommt. Oder sich das Ganze nur als Hirngespinst herausstellt. Paralleldimensionen, unendliche von…

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