Meine Story „Die Schwelle“ als kostenloses eBook

Alles beginnt mit einem Treppensturz – oder geht zu Ende, wie man es sieht. Hier, an der Schwelle des Todes, tun sich neue Eindrücke auf. Die Welt, wie sie war, wird unwichtig, das was da kommen mag, ist ungewiss. Was nun geschieht, geschieht vielleicht oder geschieht vielleicht nicht – wer weiß das schon? Und wie schnell geschehen Dinge hier, wenn sie denn geschehen sollten?

„Die Schwelle“ ist eine Chronik des Verlöschens und daher weniger plotgetrieben als spekulativ.

Ich habe Sie mehrfach gelesen, und es macht mir tatsächlich Freude, diese Geschichte vorzutragen – denn sie lebt meiner Ansicht nach vom Vortrag.

Das Video gibt es natürlich auf meinem YouTube-Kanal.
Videolesung von Die Schwelle jetzt ansehen.

Hier gibt es „Die Schwelle“ zum kostenlosen Download als eBook für alle Reader:

Erzählung „Die Schwelle“ für Leser mit tolino, Kobo im EPUB-Format kostenlos downloaden:

Die Schwelle von Oliver Koch im EPUB-Format

Erzählung „Die Schwelle“ für Leser mit tolino, Kobo im MOBI-Format kostenlos downloaden:

„Die Schwelle“ von Oliver Koch im MOBI-Format

Mir gefallen solche Themen, nennt mich morbide. Aber der Tod war schon als Teenager für mich interessant. Ich startete 1985 als 14-Jähriger eine Kurzgeschichten-Reihe namens „Blick in den Tod“, von der ich acht Episoden → weiterlesen

Meine Erzählung „Mach schon“ als kostenloses eBook

Da steht er oben auf dem 10-Meter-Brett im Freibad und will seinen Freunden mit seinem Mut imponieren – doch nun hat er einfach nur Angst, zu springen. Denn ihn erwartet nicht weniger als der sprichwörtliche „Sprung ins kalte Wasser“. Und der ist bekanntlich gar nicht so einfach und kostet Überwindung.

Was als Mutprobe beginnt, wird bald zu etwas Größerem: Einem Kampf um Selbstbehauptung, gegen die eigene Unzulänglichkeit und um den Mut, im Leben über sich hinauszuwachsen.

Der Kampf ist mühsam für den Jungen, während seine Freunde von unten „Mach schon“ rufen, schließlich setzen ihn diese Erwartungen unter massiven Druck. Wird er es wagen?

Mit „Mach schon“ habe ich mir ein Thema vorgenommen, das vor allem für Jungen zum Leben dazugehört: Mutig und männlich zu sein, den Erwartungen entsprechen zu müssen sowie die Sorge, die Anforderungen nicht erfüllen zu können.

Erzählung „Mach schon“ für Leser mit tolino, Kobo im EPUB-Format kostenlos downloaden:

Mach schon – Oliver Koch

Erzählung „Mach schon“ für Leser mit Kindle und anderen Geräten im MOBI-Format kostenlos downloaden:

Mach schon – Oliver Koch Mach schon – Oliver Koch

Tatsächlich war ich als Junge in einer ähnlichen, wenn auch deutlich undramatischeren Situation: Ich war → weiterlesen

Meine Erzählung „Die Ruhe vor dem Knall“ als kostenloses eBook

Das Sterben eines Unternehmens als Mitarbeiter zu erleben, ist eine Erfahrung, die man so schnell nicht vergisst. Im Sommer 2003 entließ die Firma, in der ich damals angestellt war, über mehrere Wochen mehr als die Hälfte der 170-köpfigen Belegschaft und ging kurz danach ganz unter.

Entlassene Mitarbeiter wurden freigestellt und hatte nach ihrer Kündigung lediglich eine Stunde, um ihren Schreibtisch zu räumen und das Gebäude zu verlassen.

In meiner sehr kommunikativen Funktion bekam ich hautnah mit, wie sich Büros leerten und ganze Räume plötzlich unbesetzt waren.
Mich und meine Kollegin traf es schließlich am Ende der zweiten Entlassungswelle. Es war abzusehen, schließlich hatten wir bereits nichts mehr zu tun und saßen unsere Arbeitszeit mit Warten ab.

Damals beschäftige mich das Ganze derart, dass ich mit „Die Ruhe vor dem Knall“ dieses Firmensterben in Worte fassen musste.
Ironischerweise schrieb ich gerade daran, als wir zum Vorgesetzten gerufen wurden, um unsere Kündigungen entgegenzunehmen.
Ich fuhr nach Hause, informierte die Familie und schrieb den begonnenen Text am selben Nachmittag zu Ende.

Seitdem habe ich den Text absichtlich nicht weiter bearbeitet – ich wollte ihm nicht seine Unmittelbarkeit nehmen, aus der er entstand.
Heute, 15 Jahre später und zumindest klimatisch mit einem ähnlich heißen Sommer konfrontiert, sind mir diese Tage und der besagte Tag noch immer äußerst präsent, wenn ich „Die Ruhe vor dem Knall“ lese. Sie ist noch immer meine persönliche Schau auf die Ereignisse, die ich hoffentlich weder so, noch in abgewandelter Form wieder erleben möchte.

Erzählung „Die Ruhe vor dem Knall“ für Leser mit tolino, Kobo im EPUB-Format kostenlos downloaden:

Die Ruhe vor dem Knall – Erzählung von Oliver Koch

Erzählung „Die Ruhe vor dem Knall“ für Leser mit Kindle und anderen Geräten im MOBI-Format kostenlos downloaden:

Die Ruhe vor dem Knall – Erzählung von Oliver Koch

Mrs Dalloway

Eine schöne Vorstellung: Mrs. Dalloway aus Virginia Woolfs gleichnamigem Roman kauft an einem Sommersamstag des Jahres 1925 ihre Blumen selbst. Es ist die Geschichte eines Weges durch London, friedvoll. Was wir als Leser nebenbei erfahren, ist ein Schlaglicht auf einen typischen Samstagmorgen in London der höheren Gesellschaft dieser Zeit.

Ein wenig kann es neidisch machen. Mrs. Dalloway geht einfach, kein Vergleich zu unseren heutigen Rasen, das häufig die Samstage so vieler Menschen bestimmt.

Eine Routine ist ein Halt im Treiben, eine Zäsur im Fremdbestimmten, die unser eigene Wille setzt. Zu Fuß losmarschieren, um Blumen zu kaufen: Das klingt nach wunderbaren Frieden, nach Schönheit und Ästhetik, nach Leben in vollen Zügen.

Überhaupt Blumen: Es sind ja nicht die wichtigen Besorgungen, die sich eher durch Freudloses Gemacht-werden-Müssen auszeichnen, sondern bewusste ohne Not, aus einer Laune und einem Hang zur Schönheit heraus. Beiwerke eines Lebens, das durch sie nicht bloß erledigt, sondern reicher wird.

Wie wäre es also mit solch einer Routine, die auf den ersten Blick nichts Wichtiges bedeutet, wohl aber das Leben erst zu dem lebenswerten Zustand macht, der genossen werden kann?
Eine Routine, so anders als das Abhaken auf einer Liste?

Der Zufall will es, dass es nicht weit von mir einen kleinen Blumenladen gibt, im besten Sinne. Nicht einer dieser Pflanzenschleudern, die massenweise Konfektionsware in Supermärkten verramscht, sondern einer jener schützenswerten Orte, in den es um Blumen geht und Blüten, deren Duft aus ihnen kommt statt von Chemikalien.
Statt eines Verkäufers steht dort eine Blumenhändlerin, abermals etwas Schützenswertes, an dem der Zahn der Zeit nagt wie an diesen Berufen und damit an den Zuständen, die sie entfachen.

Als Routine erst etabliert, erwartete mich künftig regelmäßig und gar notwendigerweise ein samstäglicher Abstecher in eine kleine, wundersame Welt, in der Funktion und Funktionieren Sendepause haben und die von jenen auch nie erklärt werden können.

Mrs. Dalloway mochte in ihrem Blumenkauf an einen Samstag ins London des Jahres 1925 keine Routine gemacht haben, aber das Inspirierende dieser Szene tauge als Inspiration und Vorschlag für das eigene Leben allemal.
Womit sogar ein Teil über Literatur gesagt wäre. Die Dinge legt, die lohnend sind, beachtet zu Werden.

Erinnerung an einen toten Freund

Ich hatte einen besten Freund, als ich 12, 13 war. Er starb, als ich 13 war. Der Tod war damals als Konzept nicht möglich in meinem Leben, es hatte darin nichts zu suchen. Dadurch, dass es in mein Leben trat, belehrte es mich eines Besseren.

All das ist lang her. Zu vermitteln, dass der Tod von Martin damals mir heute noch nahe ginge, wäre nicht wahr.

Doch noch immer besitze ich Dinge, die mich an ihn erinnern. Damit meine ich nicht meine Geschichte, die ich damals in meinen Schock schrieb, die ich in der Klasse vorlas und die ich in meiner schönsten Schrift noch einmal für die Eltern abschrieb. Damals lernte ich, dass man derlei Texte Nachrufe nennt. 

Es sind einige persönliche Dinge aus seinem Besitz.

Da ist sein Gürtel samt Schließe, die mir tatsächlich gut gefällt. So trug ich seinen Gürtel als meinen bis in meiner 40er hinein. Ich trüge ihn heute noch, würde er mir noch passen. Vielleicht wird es wieder so sein, wer weiß.

An der Türklinke meines Arbeitszimmers baumelt seit geraumer Zeit ein schmuckloser Beutel. → weiterlesen

Kürzlich verlor ich einen Eindruck

Kürzlich verlor ich einen Eindruck. Ein Bild. Etwas, das festzuhalten gut gewesen wäre. Doch es ist verloren.

Etwas aber blieb: Ein Text, der sich aufdrängte, der entstand und der nun steht. Das ist schon was.

Das Bild, der Eindruck, das, was ich verlor, mag nun verewigt sein, in Text geronnen. Doch ist all das nur angereichert, nicht die Quelle, nicht der Grund. So ist der Ursprung fort, vergangen. Schade – es wäre leicht gewesen, festzuhalten, was ich sah: Ein Spinnennetz, gehalten von zwei Zweigen. Ein ganzer Kosmos, dachte ich. Begrenzt, doch unendlich für Bewohner, die es nicht besser wissen. Ein All und Alles, das nur als solches spürt, der all den Wald darum nicht kennt – sind das nicht wir im Universum? Was kennen wir schon, was wissen wir nur über den Zustand von alldem, das sonst noch existiert? Eigentlich sind wir Idioten.

Wir wissen nichts, wir kennen nichts. Wir glauben bloß. Und danken höchstens, dass unser Wissen uns etwas lehrt.

Ein Foto hätte es geben. Quelle und Geschöpf beisammen. Doch das Spinnennetz fand ich nicht wieder.

Wir

Im Gewebe von Raum und Zeit
hat alles seinen Platz

Das Universum zeigt nur
was als Ausschnitt taugt

So hängen wir zwischen den Zweigen
die uns halten an dem Ort, der uns bestimmt ist

In einem Wald, den wir nicht kennen und nicht sehen
während wir zu ahnen glauben

die Zweige bald erspähn zu können
Um uns lebt und fliegt und brummt es

Und wenn die Zeit zu gehn anbricht
fallen wir herab wie Spinnennetze

Wenn der Herbst gekommen ist

Meine SF-Story „Ans Tageslicht“ für Kurd Laßwitz Preis nominiert

Was war ich baff, als ich erfuhr, dass meine Science-Fiction-Erzählung Ans Tageslicht als Beste deutschsprachige SF-Erzählung des Jahres 2017 für den Kurd Laßwitz Preis nominiert wurde – und was fühlte ich mich geehrt! Es ist ja nicht so, dass mit die Auszeichnung unbekannt ist oder mir Kurd Laßwitz nichts sagt.

Erschienen ist die Geschichte im Anthologie-Band Meuterei auf Titan: 2016 Collection of Science Fiction Stories aus dem Verlag für Modernde Phantastik, in dem auch bereits die Vorjahres-Anthologie Im Licht von Orion: 2015 Collection of Science Fiction Stories mit meiner Story Fehler im System erschien.

Ans Tageslicht erzählt die Gescheite eines Mannes, der bei einem abendlichen Spaziergang ein Stück Plastik aushustet. Für ihn ist klar: Er ist ein künstlicher Mensch! Fortan sieht er überall Beweise für seine Künstlichkeit. Was, wenn er Teil einer weltumspannenden Verschwörung ist?

Gelesen habe ich sie bislang im Rahmen der Buch-Vorstellung bei der BuCon 2017, ihre Premiere feierte sie jedoch einige Jahre früher bei der 1. Karlsruher Lesenacht der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe.
Ob die Story letztlich gewinnt, kann ich nicht sagen – soviel aber sei bemerkt: Toll ist es auch so.

Meine Erzählung „Das Ähm in M’s Garten in der Nähe von Emsdetten“ von Oliver Koch als kostenloses eBook

Da staunt die Hausgemeinschaft nicht schlecht, als ein unbekanntes Ding in ihren Garten einschlägt. Ratlos stehen die Nachbarn beisammen und versuchen zu klären, was da eigentlich vom Himmel gefallen ist. Ein Satellit? Ein Ufo? Oder etwas ganz anderes?

Einigkeit besteht darin, dass jedem die Worte fehlen, sodass „Ähem“ alles ist, was ihnen einfällt. Dich vielleicht gibt es da ja noch eine andere Lösung …

Der Name sagt es schon: „Das Ähm ins M’s Garten in der Nähe von Emsdetten“ geht als Ironie durch. Denn was passiert denn, wenn wir etwas sehen, das wir nicht fassen können? Reichen unsere Begriffe nicht aus, oder sind es unsere Denkmuster?

Während wir den Nachbarn beim Staunen und Wortfinden zusehen, können wir uns selbst dabei betrachten, wie wir wohl vorgehen würden.
Die Story ist wie immer kostenlos für die Formate epub sowie mobi, damit sowohl Leser eines Kindle, als auch anderer Reader auf ihre Kosten kommen können.

Viel Spaß beim Lesen.

Erzählung „Das Ähm in M’s Garten in der Nähe von Emsdetten“ für Leser mit tolino, Kobo im EPUB-Format kostenlos downloaden:

Das Ähm in M’s Garten in der Nähe von Emsdetten von Oliver Koch im EPUB-Format

Erzählung „Das Ähm in M’s Garten in der Nähe von Emsdetten“ für Leser mit tolino, Kobo im EPUB-Format kostenlos downloaden:

Das Ähm in Ms Garten in der Nähe von Emsdetten von Oliver Koch als eBook im MOBI-Format

 

Die Freiheit der Hummel

Heute ließ ich eine Hummel frei. Sie muss die ganze Nacht und den ganzen Tag stumm in ihrem Gefängnis zugebracht haben, das mein Zimmer für sie gewesen sein muss.

Eine ganze Weile schon saß ich lesend in meinem Sessel, als sie zu summen begann. Offenbar hatte sie die Zeit über zwischen dem schmalen Fenster und dem kleinen Regal davor verharrt. Ihr Summen war nicht panisch wie das eines Insekts in Todesangst. Aber es war deutlich, dass etwas in ihr erwacht war, das sie zu, Handeln trieb.

Wohin diese Hummel auch hätte fliegen wollen, in meiner Wohnung gab es nichts für sie. Das wäre ihr Ende gewesen, früher oder später. Sie musste heraus, das war die Botschaft ihres Summens. Mein Zimmer hatte sie vom Weg abgebracht, wo auch immer er begonnen hatte und wo immer er auch auf natürliche Weise weitergehen musste.

Aufzustehen und die Balkontür zu öffnen war für mich natürlich leicht und ich hoffte, dass die Hummel es schnell in den Mai zurückschaffen würde, der draußen im Regen stand.

Es gelang ihr nach wenigen Sekunden. Ob es die Luft war, die durch das Fenster einströmte, oder ob es etwas war, das ich nicht bemerkte, weiß ich nicht.

Jedenfalls flog sie zielsicher in die Freiheit da draußen.

Als ich wieder saß, formte sich der Gedanke wie von selbst: Dass mein eigenes Zimmer, mein selbst erschaffener, umbauter Raum, den es nur für mich selbst gibt, eine Todefsalle hätte werden können. Dass von den vier Wänden, die ich so sehr schätze, Unfreiheit und Gefahr ausgehen konnten.

Wie sehr war ich, der nun im eigenen Sessel im eigenen Zimmer saß, womöglich selbst eine Hummel?

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