Aktuell

Vorgestellt: Mein Pseudonym Sasha Scott

Darf ich vorstellen? Sasha Scott. Mein Alter Ego, mein Pseudonym, wie immer man es nennen mag. Treffend ist beides. Warum habe ich mich dazu entschieden?

Weil ich schreibend in zwei Welten lebe und ich erfahre, dass sie nicht zueinander passen: Die Phantastik und die Literatur ohne Phantastikbezug. Für beide Welten habe ich Material, für beide Welten begeistere ich mich – aber mir ist bewusst, dass es für LeserInnen schwer sein kann, wie auch für mich: Wer als ErstleserIn in der falschen Welt landet, macht schnell einen Haken an den Rest. Ein Pseudonym ist da klarer, differenzierender und nutzt meiner Ansicht nach der Leserschaft wie auch mir gleichermaßen.

Auch unterscheidet sich mein Schreibstil teilweise erheblich in den beiden Welten und ich möchte daran auch festhalten. 

So habe ich mich nun entschieden, mein bereits vor einiger Zeit erdachtes Pseudonym für die Phantastik zu wählen und unter diesem Namen auch künftig Stories in Anthologien und anderen Veröffentlichungen sowie für kommende – und bereits fertige – Romane zu verwenden.

Den Anfang macht meine bereits veröffentlichte SF-Erzählung

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Meine Story „Drohne Drei“ in der SF-Anthologie „Flucht aus Zumura“

Experimente gefällig? Mit der SF-Story „Drohne Drei“ bin ich mal eins eingegangen. Und als Teil der SF-Anthologie „Flucht aus Zumura“ aus dem Verlag für Moderne Phantastik Gehrke ist sie auch bereits erschienen. Warum sie experimentell ist? Weil sie so beginnt:

Dies ist kein Ort mehr. Über dem, was er einst war, liegen Schichten aus Nichts. Die Stille ist verurteilt, hier zu sterben. Die Zeit von Laut und Leise, von Ton und Klang ist schon keine Asche mehr im Hoffnungslosen dieser Ewigkeit, die diesen Ort, der keiner ist, an diese Stelle nagelt, an dem das Nichts ihn langsam schleift. 

Übrigens: So geht es weiter. „Drohne Drei“ ist ein Sprachexperiment, das sich liest wie ein Gedicht in Prosaform.
Ehrlich gesagt war ich skeptisch, ob ich diesen Text einschicken sollte. Ich hab’s getan, und tja, nun ist er in der Welt. So kann sich jeder selbst davon ein Bild machen. Aber Achtung: Es gibt keine Personen außer besagter Drohne Drei, und es geht um nicht mehr als die Entdeckung eines Ortes, die sie macht. Und um die Frage,

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Der Bildungsbürger. Eine Tragödie im Schlussakt

Es ist etwas passiert mit dem Bildungsbürger: War er aus Gewohnheit einer oftmals selbst erklärten Filterblase geistiger Elite nicht gebildet genug und von ihr mit dem abwertenden Prädikat des Bildungsbürgers verunglimpft, ist er seit geraumer Zeit auch jenen zu dumm, die es nicht einmal ansatzweise in ihren Bildungsstand schaffen. Besitzt der Bildungsbürger für die Hochgeistigkeit einfach nicht Bildung genug, besitzt er für die Ungebildeten einfach zu viel an Nutzlosem – was ihn letztlich überflüssig machen soll, da Bildung weder nötig, noch erstrebenswert, noch respektabel ist. Ein Vorwand, der den eigenen Mängel an Wissen und Bildung kaschieren soll.

Der Bildungsbürger als solcher ist bereits schon soweit, dass er sich selbst nicht mehr als solcher bezeichnen würde, weil er das Dauerfeuer von zwei Seiten nicht mehr abwehren kann oder will. Er muss sich nicht nur ständig Kommentare und Fragen nach seinem Stand, seiner Bedeutung und seiner nicht vorhanden Wichtigkeit gefallen lassen, er fragt sich mittlerweile selbst: Schadet diese Bildung eigentlich, und wäre ich nicht besser dran, wenn

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Kalender und Zeitnöte

Kalender zu führen ist ja so einfach. Immerhin hat jedes Smartphone die passende App gleich als Standard installiert. Dem heutigen Menschen ist offenbar in die technische DNS geprägt, als Basisdisziplin des Lebens alle Termine verfügbar und – wohl noch wichtiger – jederzeit eintragen und verschieben zu können.Mir ist das zu beiläufig. Wie geschnappter Atem werden da Wochen zerhackt und Wochenenden verplant, einfach weil es so einfach eingetragen ist. Es ging nicht um Lust und Vergnügen an der Sache, sondern lediglich um den nächsten freien Termin; und mein Privatleben bestand fortan nicht mehr aus Verabredungen und Vorhaben, sondern nur noch aus Time Slots und Einträgen – und ich sah mich oft mit Dingen konfrontiert, die ich letztlich gar nicht wollte. Weil ich keine Zeit hatte, sie zu bedenken, bevor ich angesichts der Einfachheit des Eintragens meine Lebenszeit verschleuderte. Denn was in all den Kalenderapps immer fehlte, war das, was keine App mir geben kann: Die Zeit für mich – es sei denn,

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Vom verfluchten Sommer

Nun, da endlich Sommer ist und mit Ende Mai tatsächlich noch zu früh, endet das Lamento, das seit April den Alltag prägte, dass nämlich immer noch kein Sommer sei. Die letzten Jahre brachten mit all der Hitze, Dürre, Sturm und Platzregen nur eine Apokalypse, nämlich dass die Welt stets untergeht, wenn gerade heute einmal kein Sommer ist. Das Hoffen, der Klimawandel könne bitte ausbleiben oder wenigstens kleiner ausfallen als befürchtet, hat angesichts des Hoffens aller auf noch mehr Hitze, möglichst schon von März, April an und bitte unterbrechungsfrei, keine Chance.

Da ist es nun Ende Mai und plötzlich 25 Grad warm, und alles jammert über all die vergangenen Tage, an denen es nicht auch schon so warm oder wärmer gewesen ist. Erstaunlich, das Ganze. Einhergehen wird der nun so plötzlich, heftig – und eigentlich immer noch zu früh – hereingebrochene Sommer statt dem Glück über seinen ersehnten Anfang mit zwei ganz anderes Dingen: Dem Jammern darüber, dass dass es nicht 40 Grad ist, und das Jammern bei jedem Tröpfchen, jedem Wölkchen, jedem Lüftchen, das ab abends bald die Hitze aus den Ecken wirbelt. Denn dann werden bei

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Die Wut – Wenn sie zuschlägt, wann sie trifft

Heute sprechen wir häufig über DIE Wut. Als sei sie neu für uns und als hätte sie nur ein Gesicht. Wir sehen wütende Menschen im Fernsehen, die auf Demonstrationen aberwitzigesten Paroloen schreien. Wir sehen in den Nachrichten brennende Autos rund um die Welt, wenn es – auch in Europa – zu Entladungen von Wut kommt. Die mediale Aufbereitung beugt unsere Empfindung hin zu der zweifelhaften Erkenntnis, dass es solch eine Wut zuvor nicht gab, und dass „normale“ Menschen zu solch einer Wut doch eigentlich nicht fähig sein könnten.

Der Blick auf die Geschichte klärt natürlich schnell über den Irrtum auf. Wut gab es immer und ist etwas Universelles.

Und wir sehen sie manchmal auch im Alltag. Wenn ganz plötzlich „die Wut“ in unser Leben kommt.

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Fehler als Glücksfall: Mein Roman „Dickhäuter“ reloaded

Da druckt sie aus: Die neue 2019er-Version meines Romans „Dickhäuter“, den ich ja eigentlich vor Kurzem erst mit neuem Cover erneut als eBook veröffentlicht habe – was ist passiert? Manchmal sind Fehler Glücksfälle. Jemand wird mich auf einen Fehler gleich auf Seite 1 hin, der auch in den Vorschauen zu sehen war, und der bislang niemandem aufgefallen war. Ich zog die Veröffentlichung zurück und entfernte den Roman aus allen Shops. Und nahm dies zum Anlass, noch einmal ans Manuskript zu gehen. Es geriet zum Glücksfall.

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Roman-Tagebuch 3: Der Konflikt-Konflikt

Lange Zeit schrieb ich bei den ersten Versuchen des neuen Romans mehr oder weniger drauflos – naja, nicht ganz: Geplottet habe ich schon in gewisser Hinsicht. Es stand sehr viel fest, auch die Entwicklung der Hauptfigur, die Story natürlich auch, das Ende obendrein.Was dem Roman fehlte, war mir immer bewusst: Der Konflikt oder der klassische Gegenspieler. Batman kann endlos durch die Lüfte flappen, ohne Verbrecher wäre seine Geschichte langweilig, und ohne seine inneren Dämonen nicht so interessant.Das war mir natürlich auch immer klar. 

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Streiflichter_Daniels Geschichte

In den späten Siebzigern gab es in meiner Klasse einen Jungen namens Daniel. Seinen Nachnamen habe ich vergessen.Aber die Geschichte, die mir einst erzählt hat, die habe ich nie vergessen. Daniel war mir nie ein Freund. Warum er gerade mir die Geschichte erzählt hat, weiß ich nicht.Ich hatte einen guten Freund, mit dem ich fast jeden Tag die unmöglichsten Dinge anstellte. Wir schellten an fremden Haustüren, um uns zu verstecken und ärgerten mit Vorliebe Susanne aus der Nachbarschaft, die damals für mich der Inbegriff aller Abscheulichkeit war. Ihre Klappe war riesig, und sie war als Petze gefürchtet und verschrien.Und wer war Daniel?

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Partition K – Kirche, Missbrauch, Eskapaden

Photo by Derek Story on Unsplash

Inmitten unserer Orte stehen sie, die Kirchtürme. Als Symbol christlichen Glaubens mit all seinen Werten und Tugenden verkünden sie mehr als religiöse Tradition, sondern auch Verankerung inmitten unserer Gesellschaft. Die Kirche hat den Anspruch, Mittelpunkt und moralische Richtschnur zu sein, Orientierung zu geben, verloren und verdient ihn nicht mehr, da sie sich verhält wie eine…

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Geschichten im Turbo-Boost: Schreibprozess und Berlinale

Warum es mich seit 2006 fast jedes Jahr zur Berlinale zieht, obwohl ich sie stets zu anstrengend finde? Weil sie für mich eine Inspirationsquelle sondergleichen für mein eigenes Schreiben ist. WWW.oliverkoch.net

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Daten-Hoheit

Es ist ein besonderes Gefühl, sich einmal mit seinen diversen digitalen Accounts zu befassen und sich zu fragen: Welche Daten von mir und über mich liegen wo und wozu eigentlich herum? Da kommt es zu interessanten Überlegungen:Wir kämen nie auf die Idee, in jedem stationären Ladengeschäft schon beim Betreten oder bei der Mitnahme eines Flyers eine Visitenkarte abzugeben, auf der zudem Zahlungsarten und Zutrittsdaten stehen, geschweige denn kommen wir auf die Idee, diese bereitwillig auch in der Innenstadt zu verteilen. Wir sagen niemandem, in welchem Laden ich schon vorher war und in welche ich gleich noch gehen will. Wir legen weder Ausdrucke von persönlichen Fotos auf Bartresen oder an Supermarktkassen, spielen keinem Berater in einem Bekleidungsgeschäft unser neuestes Urlaubsvideo vor und zeigen auch keinem Fremden, was auf der Party am Wochenende nach der dritten Runde alles so gelaufen ist. Und wer unsere Familie und Freunde sind, wissen die netten Leute in der Bäckerei auch nicht.Geht ja niemanden etwas an.

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Roman-Tagebuch: 2. Chronologie ist ein Miststück

Dass ich lange Zeit mit meinem neuen Roman nicht vorwärts kam, lag an der Chronologie der Ereignisse. Das bereits in Teil 1 hinreichend besprochene „Besondere“ des Settings wollte ich stets chronologisch ausrollen. Sprich: Mit einem personalen Erzähler durch die Augen des Protagonisten, der staunend durch das Geschehen tappt und erst nach und nach das Ausmaß…

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Roman-Tagebuch 1: Ein neuer Roman beginnt

Am Ende wird Nils Frahm der Anfang gewesen sein, dass ich meinen langgehegten Roman letztlich doch wieder in Angriff nahm. Und seit Ende Dezember 2018 wieder schreibe mit dem Wunsch, ihn im Laufe des Jahres 2019 zu beenden. Jahrelang habe ich ihn immer wieder in Angriff genommen, erste Kapitel geschrieben, habe mit dem Sujet gespielt…

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Datenschutz als Futter für Dystopien

Kürzlich schrieb ich über meine neue SF-Story Der Gärtner von Eden und Lächeln anlässlich der Lesung „Future Monday“ zum Thema „Wir wissen, was du machst! Datenkraken & Sammelwut“ im Karlsruher KOHI.Als ich mich erstmals mit dem Thema für eigene Geschichten befasste, machte ich die erstaunliche Entdeckung, dass sich Datenschutz und Datenmissbrauch noch besser für Dystopien eignen…

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Neue SF-Story „Der Gärtner von Eden“

Manchmal braucht es Gelegenheiten, die einen dazu bringen, eine Geschichte zu schreiben, die man ohne die Gelegenheit vielleicht nie geschrieben hätte – wie es mir jetzt mit meiner neuen SF-Story Der Gärtner von Eden ging.  Alles begann damit, dass mich die Lektorin und Autorin Simona Turini zu einer Lesung einlud, die die letzte in ihrer…

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Meine Story Seine große Liebe in SF-Anthologie Wasserstoffbrennen

Mit meiner SF-Story Seine große Liebe bin ich in der aktuellen Anthologie mit deutschsprachigen Science-Fiction-Stories Wasserstoffbrennen aus dem Amrûn Verlag vertreten – diese ist pünktlich zum diesjährigen BuCon 2018 erschienen, wo ich gemeinsam mit Jacqueline Montemurri und Klaus N. Frick einige Exemplare signiert habe; eine neue Erfahrung für mich, muss ich gestehen. Meine SF-Story Seine große…

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